
Der Kurzfilm entstand einmal als Modell für einen Vortrag über astronomische Montierungen, den man hier nachlesen kann:
http://de.geocities.com/montierungen2005/
Die Simulation zeigt ein durchsichtiges Teleskop und seinen Strahlengang. Es kann auf zwei verschiedene Arten fokussiert werden: Spiegelbewegung ist mehr für das Grobe, Auszugverlängerung mehr für das Feine. Ein virtuelles Blatt Papier ersetzt den Blick durch das Teleskop, während das Teleskop selbst im Bild bleiben kann, so ähnlich wie bei einer Sonnenprojektion. Man achte auf die Durchstoßdiagramme, sie entsprechen einem realen Maksutov-Cassegrain-Spiegelsystem.
Die Bewegung der Montierung fällt je nach Art der Aufstellung azimutal oder parallaktisch unterschiedlich aus und man kann in azimutaler Aufstellung das Phänomen der Bildfelddrehung beobachten: Obwohl hier schon in zwei Achsen nachgeführt wird, die Bildfelddrehung gleicht eine anzimutale Montierung nicht aus. Schwierig ist zudem der Betrieb einer äquatorialen Montierung nahe dem Äquator, da Kamera oder Beobachter hier leicht mit Montierungsteilen kollidieren können. Am Pol besteht hingegen kein Unterschied zwischen äquatorial und azimutal.
Das ist eine Simulation mit der freien Software Persistance of Vision oder kurz POVRAY
http://www.povray.org/
: Raytracing simuliert alles Gegenständliche, also Teleskop, Montierung, Erde, Himmel und Sonne (die Materie) - Raycasting simuliert die Reflektionen in den Spiegeln und die Transmission von Licht durch Glasoberflächen (die Photonen). Um die volle optische Qualität zu erreichen, kann der Tubus wie für ein richtiges Teleskop schwarz gerechnet werden, dann gleichen die Abbildungen einem normalen Teleskop. Hier kann man jedoch für Schulungszwecke hineinschauen und erkennt Primärspiegel mit Baffle und Sekundärspiegel.
Ein Einzelbild in voller Qualität findet man hier:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/7
77671/display/6413971